Jahresbericht Radsportabteilung - Saison 2009

Training

Die Leitung des Trainings wurde 2009 an vielen Tagen wegen meiner Abwesenheit von Waldemar Witzke übernommen, er hat mit seinen Ortskenntnissen für viele schöne Touren gesorgt. Michael Rose, Klaus Juncker und Johann Pongraz sorgten ebenfalls für ein intensives sportliches Geschehen. So kristallisierte sich so manche Lieblingsstrecke heraus. Aufgrund der zum Teil widrigen Wetterverhältnisse bei etlichen Ausfahrten gaben die "blauen Flecken" am Himmel die Strecke vor. Größtenteils kamen alle aber trocken nach Hause. Heraus kam dabei aber oft ein höherer Schnitt. Nur an wenigen Tagen kam es wegen einer sehr geringen Trainingsteilnahme zu Verstimmungen bei einigen Mitgliedern. Mein Dank geht an unsere gesamte Radsportgruppe für den guten Zusammenhalt. Zwei Termine können wir mit Bildern belegen, der erste ist die Eröffnungsfahrt, die Duisburger Hippe-Land-Tour am 22. März 2009, wie so oft bei niedrigen Temperaturen, aber guter Stimmung. Unser kunterbuntes Outfit zeigt: Jeder hat sich individuell gegen die Kälte geschützt.

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Eröffnungsfahrt bei der Duisburger"Hippe-Land-Tour" am 22. März 2009 v.l.n.r. P. Szamaitat, P. Witte, K. Juncker, M. Rose, W. Witzke Abschluss bei der Int. Zweiländerfahrt Mönchengladbach am 18.10.09 M. Rose, T. Ewert, P. Witte, W. Witzke, R. Mogendorf, vorne J. Pongraz

Das zweite Bild zeigt uns vor dem Start unserer Abschlussfahrt in Mönchengladbach. Traditionell ist das auch der Start in die kalte Jahreszeit; in dem halben Jahr zwischen diesen beiden Bildern liegen unsere Hauptaktivitäten.

Ein Highlight war das Treffen für ein neues Gruppenfoto vor einer Sonntagsausfahrt, dem Aufruf dazu folgten nahezu alle aktiven Vereinskameraden/Innen. Vielen Dank für Euren "Auftritt".

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Mannschaftsfoto Sommer 2009 Oben v.l.n.r. Waldemar W., Lars L., Tino E., Dieter S., Dirk G., Stephan H., Peter W., Klaus J., Peter S., Dieter H., Holger R., Wilfried K. untere Reihe: Michael R., Rainer M., Johann P., Kerstin B., Frank Z., Raoul A.

Trainingsaufenthalte fanden im abgelaufenen Jahr wieder in der Emilia Romagna/Italien, auf Mallorca und in St. Johann in Österreich statt.

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Trainingswoche in Riccione Mai 2009 Siegerehrung am 15. Dezember im Clubhaus des TC Rahm

Neben unseren Trainingsausfahrten absolvierten wir auch Wettkämpfe über die ganze Saison. Zum einen war es der Zeitfahrcup, ausgerichtet von unserem Fachschaftsleiter Horst Niewrzol, mit neun Veranstaltungen. Hier konnte sich unser neues Mitglied Tino Ewert in der Eliteklasse mit dem achten Platz von 37 Teilnehmern platzieren. Unserem bewährten Kämpfer Johann Pongraz gelang der Sprung aufs Sie-gerpodest. Er wurde 3. bei den Senioren 3.

Die andere Veranstaltung war die Duisburger Stadtmeisterschaft mit 5 Läufen. Hier gab es folgende Platzierungen: Tino Ewert 2. in der Eliteklasse; Michael Rose 8. bei den Senioren 2 und wiederum Johann Pongraz 2. bei den Senioren 3. Kurze Info zu diesen Veranstaltungen: Es handelt sich hier um Einzelzeitfahrten zwischen 17,2 km und 34,4 km sowie zwei Bergzeitfahrten. Die Spitzenleistung unserer Vereinskameraden erreichte Johann Pongraz mit einem Durchschnitt von 42,18 km/h. In 2009 wurden unsere Vereinsmeister ermittelt mit folgendem Ergebnis: In der Hauptklasse wurde Michael Rose 1. mit 208 Punkten; besonders zu erwähnen sind die über 13.000 km, die er auf dem Rennrad absolvierte, sowie die 70 Punkte aus den Radtouren (RTF's), d. h. Teilnahme an über 20 Veranstaltungen. Dies sind Spitzenwerte für unseren Verein. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Tino Ewert mit 125 Punkten und Rainer Mogendorf mit 89 Punkten. Bei den Senioren wurde Johann Pongraz 1. mit 165 Punkten.,Er erwarb viele Punkte durch die erfolgreiche Teilnahme bei den Stadtmeisterschaften. 2. wurde Dieter Horn mit 37 Punkten. Wilfried Knorr erreichte mit 33 Punkten den 3. Platz, die er im entfernten Rheinlandpfalz sammelte. Zu erwähnen ist seine Teilnahme bei der vom ADFC ausgerichteten Alpenüberquerung München-Cesenatico. Zum Schluss sei das Jedermann-Rennen "Vattenfall Cyclassics" in Hamburg am 16. August 2009 erwähnt. Hieran nahm zum dritten Mal in Folge Waldemar Witzke teil, der aber leider die magische 4-Stundenmarke über 155 km wegen eines Defektteu-fels verpasste. Sein ausführlicher Bericht ist auf der Homepage unserer Radsportabteilung nachzulesen. Für die neue Saison haben schon mehrer Vereinskameraden Interesse an dieser Veranstaltung bekundet.

Radurlaube

Michael Rose: Auf der Urlaubsreise mit dem Wohnmobil an den Kalterer See in Südtirol im Juli letzten Jahres steuerten meine drei Frauen und ich als Zwischenstopp die Hautes Alpes an mit dem Ziel Rochetaille. Am Ankunftstag habe ich sofort mein Rennrad ausge-packt und die ca. 12 km bis Le Bourg d'Oisans am Fuße des Anstieges nach Alpe d'Huez in Angriff genommen. Obwohl die Tour de France in 2009 diesen Anstieg ausgelassen hatte, war schon in den ersten Kehren echte Rennatmosphäre zu spüren. Wie sich nach der Hälfte des Anstieges herausstellte, fand an diesem Tag ein Triathlon statt. Das Führungsauto mit dem Spitzenreiter fuhr an mir vorbei. Bis zum Gipfel überholten mich noch 20 weitere "Kampfmaschinen". Auf der Abfahrt kamen mir noch ca. 400 Velofahrer entgegen. Am Ende waren 1.150 hm bei 50 km geschafft. Am nächsten Tag stand die Königsetappe an. Ich wollte über den Lautaret zum Galibier (dem Dach so mancher TOUR) fahren. Es war, wie am Vortag auch, sehr warm. Am Nachmittag hatte ich 111 km mit 2.100 hm bewältigt. Besonders beeindruckt haben mich die Aussichten vom Galibier. Die Anstrengung hatte sich wirklich gelohnt. Am Urlaubsziel habe ich den Gampenpass und insgesamt dreimal den Mendelpass bewältigt. Für 2010 zeichnet sich wieder eine Urlaubsreise nach Südtirol ab. Auf meiner Wunschliste als Radsportler stehen der Jaufenpass, das Timmelsjoch und das Penser Joch ganz oben.

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Lars Lemke: Am 2. August ging es mit den bepackten Rädern von Grossenbaum nach Winterberg. Am Start die ganze Familie: Odilia, Lars, Mira (11), Floria (9) und Laurin (5), wobei Laurin meistens von der Känguruhstange an Papas Fahrrad Gebrauch machte. Von Winterberg sind wir zunächst die letzten 3 km bis zur Ruhrquelle gefahren, wo der Ruhrtalradweg (Tour de Ruhr) beginnt. Das erste Ziel war das Kloster in Bestwig, was wir am späten Nachmittag erreichten - gerade rechtzeitig vor dem grossen Regenschauer. Die weiteren Stationen auf dem Weg zur Ruhrmündung waren dann Wickede/Ruhr (Gasthof), Witten (Schwager) und Essen-Kettwig (Jugendherberge). Die Tour haben wir familiengerecht in 5 Etappen aufgeteilt, die alle pannen- und unfallfrei verliefen. Das Wetter besserte sich kontinuierlich ab dem Morgen der 2. Etappe, so dass wir im weiteren Verlauf bei hochsommerlichen Temperaturen auch in der Ruhr baden konnten. Insgesamt sind wir nicht ein einziges Mal nass geworden! Der Ruhrtalradweg ist narrensicher ausgeschildert und führt über gute asphaltierte Wege (befahrene Strassen kommen selten vor). Die Landschaft und die Ruhr selbst verändern im Verlauf der rund 240 km ihren Charakter und bieten viele reizvolle Ansichten, die auch für Leute mit jahrzehntelanger Ruhrgebietserfahrung durchaus neu sein können. Insofern ist der Ruhrtalradweg eine echte Empfehlung.

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In eigener Sache

Ich wurde öfter hinsichtlich meines Aufenthaltes in Russland angesprochen und möchte hier einige Informationen geben. Ich bin eingesetzt bei der Tochtergesellschaft meines Arbeitgebers UHDE GmbH in Dzerzhinsk und Nizhny Novogorod. Diese Städte befinden sich ca. 300 km östlich von Moskau und somit über 1.000 km vor dem Ural. Dzerzhinsk ist eine Industriestadt mit 200.000 Einwohnern. Unser Büro dort bietet Arbeitsplätze für über 300 russische Mitarbeiter. Meine Aufgabe umfasst die Koordination des dort erarbeiteten Engineerings für die aktuellen Kokereiprojekte in Korea (Hyundai) und Brasilien (ArcelorMittal).

Um das subjektive Empfinden der Länge meiner Abwesenheit zu relativieren, hier die detaillierte Aufstellung:

2006: 3 Wochen
2007: 2 Monate
2008: 7 Monate
2009: 6 Monate

Zum Abschluss meines Aufenthaltes im Oktober 2009 konnte ich Eintrittskarten für das Fußball WM-Qualifikationsspiel Russland : Deutschland in Moskau besorgen. Ich reiste früh morgens mit dem Zug nach Moskau, besuchte den roten Platz, fuhr mit der Metro durch einige Stationen mit ihrer prunkvollen Ausstattung aus alten Zeiten. Nach dem 1:0 Erfolg für die deutsche Mannschaft fuhr ich mit dem Nachtzug im Schlafwagen zurück, zufrieden mit den interessanten Eindrücken.

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UHDE-Büro in Dzerzhinsk Ausblick auf meine Trainingsstrecke im Wolgagebiet

Für meine sportliche Fitness transportierte ich trotz der Einwände meiner Arbeitskollegen mein altes Stahlross nach Russland und absolvierte knapp 1.000 Trainingskilometer auf russischen Straßen, teilweise über die Autobahn (!). Das bedeutet lange Geraden, zur Abwechslung große Schlaglöcher und radikale russische Autofahrer in Fahrzeugen in beängstigendem Zustand.

Mit sportlichem Gruß
Peter Witte

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